Aenderungen Verbraucherrecht November 2014Seit dem 01.11.2014 gibt es ein paar Veränderungen im Verbraucherrecht. In diesem Artikel beschreiben wir inwiefern Sie das betrifft. Bild: © kebox – Fotolia.com

Die wichtigsten Änderungen ergaben sich für den Umgang mit Inkassounternehmen. Die Anzahl der Inkasso-Mahnschreiben hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Das Inkasso-Unternehmen treibt dabei Schulden für Andere ein. Hier wurde das Verbraucherschutz zum 1.11. verbessert. Genauso ist es beim Abschluss von Verträgen über das Telefon. Hier gibt´s mehr:

Änderungen Verbraucherrecht November 2014: Inkasso

Um hier vor Betrügern abzusichern wurde ein neues Gesetz verabschiedet. Ab dem 01.11.2014 müssen Inkassoschreiben deutlicher formuliert werden. So muss für Sie klar ersichtlich sein, für wen die Firma das Geld eintreibt. Sollte dies nicht auf dem Schreiben hinterlegt sein, sollten Sie auch keine Überweisung veranlassen. Fragen Sie vorher nochmal bei der Inkasso-Firma an, wer die Abrechnung veranlasst hat. Dazu muss Ihnen bei der Mahnung offengelegt werden, wie hoch der ursprüngliche Betrag war und wie viel die Inkasso-Firma in Rechnung stellt. Außerdem haben Sie ab jetzt vor dem Gesetz ein Recht zu erfahren, warum der Betrag gefordert wird und wie sich dieser zusammensetzt.

Sollten hier zu hohe Forderungen gestellt werden, ist die Mahnung unwirksam. Dabei gilt, dass die Kosten für das Inkasso-Unternehmen nicht höher sein dürfen, als der Betrag den ein Anwalt für die Eintreibung des Geldes verlangt hätte.

Dadurch es ist Ihnen als Verbraucher vereinfacht gegen eventuelle Trickbetrüger vorzugehen. Es entsteht Transparenz und die Betrüger sind schnell zu entlarven. Außerdem wird Überhöhten Forderungen vorgebeugt, indem hier eine Obergrenze für deren Errechnung eingeführt wird.

Änderungen Verbraucherrecht Oktober 2014: Bußgelder bei unerlaubter Werbung

Neben den Veränderungen der Verbraucherrechte gegenüber Inkasso-Unternehmen werden Sie seit Oktober 2014 auch stärker vor unerlaubten Werbe-Anrufen geschützt. So werden Firmen ab sofort stärker bestraft, wenn diese hier widerrechtlich handeln. Das Maximum der Strafe wurde von 50.000 € auf 300.000 € erhöht. Das soll Nutzer schützen unüberlegte Entscheidungen zu treffen. Außerdem wurde kürzlich ein Gesetz verabschiedet, nach dem Gewinnspiel-Verträge, die von Dritten durchgeführt werden, nur noch in Textform abgeschlossen werden können. Das ist der Fall, wenn Sie angerufen werden, dass eine Firma Sie für 200 Gewinnspiele anmeldet und Sie am Telefon bejahen. Dieser Vertrag ist prinzipiell nicht gültig, außer Sie mussten diesen per Post, E-Mail oder anderweitig in Textform bestätigen.

Dementsprechend können Sie in diesem Fall Zahlungsaufforderungen zurückweisen. Hier können Sie ein Muster-Schreiben zu diesem Zweck einsehen.

Änderungen im Verbraucherrecht November 2014 Seit dem 01.11.2014 gibt es ein paar Veränderungen im Verbraucherrecht. In diesem Artikel beschreiben wir inwiefern Sie das betrifft. Artikelbewertungen: 2 4.5 / 5 1 2

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