Betriebsbedingte KündigungFür die betriebsbedingte Kündigung muss ein triftiger Grund vorliegen. Eine Liste sowie ein Muster Kündigungsschreiben finden Sie hier.

Die betriebsbedingte Kündigung kann die ordentliche Kündigung eines Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber begründen und dadurch trotz Kündigungsschutzgesetz zu kündigen. Zunächst wollen wir Ihnen ein Muster Kündigungsschreiben bereitstellen. Achten Sie aber darauf, dass die Kündigung nur bei einer entsprechenden Begründung gültig wird. Diese muss nicht gezwungenermaßen in Ihr Kündigungsschreiben integriert werden, aber im Streitfall bewiesen werden.

Außerdem sollten Sie eventuell die Beiträge zur verhaltensbedingten Kündigung und personenbedingten Kündigung lesen.

Muster Kündigungsschreiben Betriebsbedingte Kündigung

Max Mustermann, Straße/Hausnummer, PLZ/Ort
Adresse
des                                                                               Vertragsnummer:

Arbeitnehmers                                                              Datum:

 

Kündigung Ihres Arbeitsvertrags

 

Sehr geehrte/r Herr/Frau XY,

wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir den mit Ihnen geschlossenen Arbeitsvertrag unter Einbezug der Kündigungsfrist zum tt.mm.jjjj bzw. hilfsweise zum nächstmöglichen Termin kündigen.

Die Kündigung ist aus betriebsbedingten Gründen notwendig. So sind in den letzten Monaten die Aufträge derart zurückgegangen, dass wir Sie leider nicht weiter beschäftigen können. Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre weitere Laufbahn.

Bitte teilen Sie uns mit wie Sie mit Ihren verbleibenden Urlaubstagen und der Ausstellung eines Arbeitszeugnisses verfahren möchten.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

 

Max Mustermann

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Voraussetzungen für die betriebsbedingte Kündigung

Damit ein Grund für die betriebsbedingte Kündigung Anwendung findet müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Dringende betriebliche Erfodernisse, die den Bedarf an Arbeitsleistung schmälern.
  • Es darf keine Weiterbeschäftigung in einer anderen Position möglich, die Kündigung also dringlich sein.
  • In der Interessenabwägung müssen die Interessen des Arbeitgebers die es Arbeitnehmers übertreffen.
  • Hier steht auch vor allem die Sozialauswahl im Vordergrund. Da der Arbeitnehmer sich ja persönlich nichts zu Schulden kommen lassen hat muss hier eine selektive Auswahl gewährleistet werden.

Betriebsbedingte Kündigungsgründe

Grundsätzlich gilt es wirtschaftliche bzw. betriebliche Gründe für die betriebsbedingte Kündigung zu finden. Hier werden Ihnen einige Kündigungsgründe aufgezählt, die vor den Arbeitsgerichten als ausreichend für die ordentliche Kündigung aufgefasst wurden:

  • Umsatzrückgang
  • Senken von Personalkosten generell
  • Abbau einer Hierarchieebene oder andere strukturelle Veränderungen
  • Rückgang der Finanzkennzahlen
  • Die künftige wirtschaftliche Entwicklung

Dazu ist es notwendig klare Zahlen vorzulegen um diese Gründe zu belegen.

Arbeitnehmer: Was tun bei der betriebsbedingten Kündigung?

Um eine Kündigung zu vermeiden könnten Sie Ihrem Arbeitgeber auch vorschlagen eine Umschulung durchführen zu wollen. Als Arbeitnehmer haben Sie generell 3 Wochen um Klage gegen die Kündigung einzureichen, sonst gilt diese als wirksam. Gerade bei der betriebsbedingten Kündigung haben Sie eventuell durch diese die Möglichkeit sich in eine bessere Verhandlungsposition für die Abfindung zu bringen. Eine Arbeitslosengeld-Sperre muss hier in der Regel nicht befürchtet werden.

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Betriebsbedingte Kündigung: Rechtlicher Rahmen und Muster Für die betriebsbedingte Kündigung muss ein triftiger Grund vorliegen. Eine Liste sowie ein Muster Kündigungsschreiben finden Sie hier. Artikelbewertungen: 8 4.5 / 5 1 8

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