Button-LösungDie Button-Lösung schützt den Verbraucher bei Online-Käufen. Hier erfahren Sie was sie für Sie bedeutet.

Seit 2012 sind Verkäufer verpflichtet einen Kauf im Internet mit einem aussagekräftigen Button zu kennzeichnen. Darauf muss etwas stehen wie „kostenpflichtig bestellen“ oder „jetzt kaufen“. Durch diese wörtliche Kennzeichnung soll der Verbraucher sofort erkennen, dass ihm durch den Abschluss des Vertrags bzw. das Klicken auf den Button Kosten entstehen. Dadurch können Verkäufer die Zahlungsinformationen online nicht mehr im Kleingedruckten verstecken.

Button-Lösung: So steht´s im Gesetz!

Um Abo-Fallen und anderen ungewollten Verträgen, die im Internet geschlossen werden, vorzubeugen wurde vor einigen Jahren die Button-Lösung im Gesetz verankert. Der Verbraucher muss vor dem Klick klar erkennen, dass dieser den Kauf letztendlich auslöst. Dazu ist es nötig, dass der Button keine zusätzliche Beschriftung enthält und gut lesbar ist.

Neben der oben beschriebenen klaren Beschriftung der Buttons ist bei der Button-Lösung auch verpflichtend, dass der Preis auf der Seite sichtbar ist. Außerdem muss ein Hinweis auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen erfolgen. Dadurch soll der Vertrag und der Kaufprozess für den User transparent gemacht werden. Ebenso ist der Anbieter verpflichtet über Leistungsmerkmale des Produktes, Mindestlaufzeiten des Vertrags, Gesamtpreis und mögliche Zusatzkosten zu informieren. Das gilt für alle Vertragsabschlüsse über elektronischen Geschäftsverkehr im Internet, also auch über das Mobilgerät. Nur so können sich Konsumenten im Netz bewegen ohne ungewünschte Verträge einzugehen. Dafür musste deutlich geregelt werden, was einen Vertragsabschluss besiegelt und welche Rahmenkriterien erfüllt werden müssen.

Somit sollen weniger ungewollte Verträge eingegangen werden. Tatsächlich haben sich die Beschwerden seit der Integration dieser Gesetze deutlich gesenkt. Vor deren Einführung haben sich viele Nutzer über den Tisch gezogen gefühlt. Außerdem konnten unseriöse Betreiber im Zaum gehalten werden. Es gibt aber immer noch Firmen und Internetseiten, die versuchen die Button-Lösung zu umgehen. Unser Artikel „Abzocke im Internet“ beschäftigt sich genau mit diesem Thema und listet die verwerflichen Anbieter-Seiten.

Die Button-Lösung hilft demnach nicht gegen alle Probleme. Sie müssen im Internet immer noch aufpassen. Für Betrüger bietet das Netz eine Plattform mit einer enormen Dimension Leute zu  erreichen und die Verträge an den Mann zu bringen.

Nehmen Sie sich vor Allem vor B2B-Abzocke in Acht. Hier versuchen Anbieter online auszunutzen, dass die Button-Lösung nicht für Verträge mit Unternehmen gilt. Sie kennzeichnen dies in den AGB und verstecken die Zahlungsinformationen auf Ihrer Seite. Das ist aber nicht genug. Erst wenn diese Informationen deutlich in den Leistungsbeschreibungen gekennzeichnet wird, ist das ausreichend.

Ausnahmen von der Button-Lösung

Verträge die individuell ausgehandelt werden, sind hiervon ausgeschlossen. Wenn Sie also den Vertrag in einer E-Mail aushandeln und eingehen, können Sie sich nicht auf die Button-Lösung und die zugehörigen Regelungen berufen.

Außerdem gilt die Regelung nur für Verbraucher. Wenn Sie als Unternehmer im Netz einkaufen ist die Button-Lösung nicht bindend.

Button-Lösung: Welche Optionen habe ich als Verbraucher, wenn ich ohne den entsprechenden Button zu sehen per Klick einen Vertrag eingegangen bin?

Wenn Sie auf einer Seite bestellt haben, die oben angegebene Richtlinien nicht darbietet, können Sie dem Vertrag widersprechen und den Anbieter sogar abmahnen. Dadurch haben Sie ein enormes Druckmittel.

Bild: © Jakub Jirsák – Fotolia.com

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