Die 3 dümmsten Fehler bei der KündigungWenn Sie eine problemlose Kündigung sicherstellen wollen, dann sollten Sie sich bemühen diese dummen Fehler bei der Kündigung zu vermeiden.

Wenn Sie eine Kündigung aussprechen wollen Sie generell Ihr Vertragsverhältnis beenden, aber nicht jede ausgesprochene Kündigung führt auch hierzu. Vielen Verbrauchern aber auch Unternehmern unterlaufen hier Formfehler die zur Nichtigkeit der Kündigung führen.

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Die 3 dümmsten Fehler bei der Kündigung

Es gibt einige Fehler, die sehr ärgerlich sind, sollte man diese bei der Kündigung begehen, besonders weil sich die Verträge dann unter Umständen um einen langen Zeitraum verlängern und erst danach wieder ordentlich gekündigt werden können.

1. Die Kündigungsfrist wird falsch berechnet oder aus anderen Gründen nicht eingehalten

Im Regelfall wird eine ordentliche Kündigung ausgesprochen. Diese richtet sich an die Mindestlaufzeit eines Vertrags und die zugehörige Kündigungsfrist. Der häufigste Fehler bei der Kündigung besteht darin, dass nicht rechtzeitig gekündigt wird. Ärgerlich dabei ist, dass der Vertrag sich dann unter Umständen automatisch verlängert und Sie wieder warten müssen bis Sie diesen ordentlich kündigen können.

Wichtig: Stichtag ist dabei der Erhalt der Kündigung durch den Vertragspartner, also wann die Kündigung eingeht und nicht wann diese versandt wird.

Rechenbeispiel: Nimmt man einen Mobilfunkvertrag mit einer Mindestlaufzeit von 2 Jahren und einer Kündigungsfrist von 3 Monaten, der am 16.10.2011 abgeschlossen wurde, ist das erste mögliche Vertragsende zum 15.10.2013 möglich. Um dies zu gewährleisten muss das Kündigungsschreiben mindestens 3 Monate vorher, also am 14.07. beim Mubilfunkanbieter eingehen.

2. Die Kündigung wird wegen falscher Daten nichtig

Bei der Kündigung gilt es eine gewisse Form einzuhalten. Diese ist von der Art des Vertrags abhängig. So unterliegt die Kündigung von Arbeits- und Mietverträgen zum Beispiel einer speziellen Form, wobei andere Verträge quasi formfrei formuliert werden können. Für Sie ist es aber immer sicherer, wenn Sie ein Kündigungsschreiben formulieren und einsenden, da hier ein schriftlicher Beleg für die Kündigung bereitgestellt werden kann.

Ein gültiges Kündigungsschreiben sollte dabei folgende Inhalte aufweisen:

  • Kontaktdaten des Kündigenden (eindeutig identifizierbar/ggf. inklusive Vertragsnummer, Kundennummer etc.)
  • Ausspruch des Kündigungswunsches
  • Gewünschter Beendigungstermin des Vertrags
  • Unternehmen bei dem gekündigt werden soll (Vertragspartner)
  • Persönliche handschriftliche Unterschrift des Kündigenden (Hier genügen die Initialen zum Beispiel manchmal nicht. Es ist ratsam mit vollem Namen zu unterschrieben. Derart kleinlich wird aber nur in wenigen Fällen entschieden.)

Achtung: Es kann sein, dass manche Vertragspartner die Kündigung über ein vorgefertigtes Formular voraussetzen, wie zum Beispiel die GEZ. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie dieses auch nutzen. Auch der Versandweg kann vorgegeben sein.

3. Die Kündigung kann wegen falschen Daten nicht zugeordnet werden

Achten Sie bitte tunlichst darauf, dass die richtigen Daten wie zum Beispiel Adresse, Kunden- bzw. Vertragsnummer, Vertragsgegenstand, Vertragspartner etc. eingebunden werden. Prüfen Sie diese lieber doppelt. Wenn die Kündigung nämlich nicht eindeutig zugeordnetwerden kann, wird diese auch nicht wirksam. Dabei sind die Angaben die bei der Vertragsunterschrift niedergelegt wurden ausschlaggebend. (Wenn sich Ihre Adresse zwischenzeitlich geändert hat macht es Sinn dem Vertragspartner die Änderung zu übermitteln damit hier keine Unstimmigkeiten entstehen, es muss aber nicht die alte Adresse im Kündigungsschreiben angegeben werden.) Wichtig ist, dass Sie klar identifiziert werden können.

 

Sie sollten versuchen diese Fehler bei der Kündigung zu vermeiden, dann können Sie sich problemlos von Ihrem Vertrag trennen.

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Kommentare

  1. Evi

    Wie verhält sich das, wenn man zu einem Vertrag (ich habe ihn jetzt schon über 2 jahre bezahlt) keine Vertragsbedingungen zugeschickt bekommen hat, geschweige denn einen Vertrag. Somit konnte ich keine Kündigungsfrist einhalten?

    1. berni Autor des Artikels

      Hallo Evi,

      mit wem sind Sie diesen Vertrag eingegangen? Ist dieser Online abgeschlossen worden? Es ist allerdings davon auszugehen, dass der Vertrag auch ohne Unterlagen gültig geworden ist. Die Frage ist lediglich ob Sie über Kündigungsfristen aufgeklärt wurden oder nicht.
      Das sollten Sie überprüfen.

      Beste Grüße
      Ihr meine-kuendigung.de Team

  2. Anett Krüger

    Wie ist es wenn meine Oma im Vertrag + Rechnung mit falschem Vornamen aber richtigem Familiennamen erwähnt wird?
    sie selbst hat nur mit zb: A.Müller unterschrieben aber die Rechnung kommt auf Anna Müller statt korrekt auf Andrea Müller.
    Wäre hier eine außerordentlich Kündigung des Handyvertrages möglich? Zudem wurde sie nicht korrekt über die Leistungen bzw entstehenden Kosten aufgeklärt. Sie besitzt quasi Haustelefon (+ Handynummer) , angezeigt wird nur Handynummer und alle zahlen nun Handygebühren wenn man sie anrufen möchte. Das wurde ihr aber nicht gesagt.

    1. Tom Stein

      Die Frage ist, wo der Vorname herkommt. Handelt es sich ggf. nur um einen Schreibfehler bei der Übernahme der Daten? Dann ist deswegen nicht gleich der Vertrag hinfällig.
      Wenn Sie (beweisbar!) nicht über die Kosten aufgeklärt wurde, ist der Vertrag ungültig: Endverbrauchern müssen die Kosten vollständig vor Vertragsabschluss genannt werden. Aber Achtung: Nicht alle Kosten müssen immer sofort erkennbar sein, es genügt, wenn sie „leicht“ (z.B. aus einer Preisliste) entnehmbar sind.
      Dass Dritte nun Handytarife zahlen, ist nicht Bestandteil des Vertrages zwischen Oma und Provider – es gibt schließlich auch Dritte mit Flatrates, da kann der Provider nicht wissen, welche Verträge die Familie bevorzugt.

  3. Tom Stein

    Sie schreiben „Auch der Versandweg kann vorgegeben sein.“ – dies ist falsch. Der Vertragspartner hat ausschließlich Anspruch darauf, dass ihm die Kündigung zugeht, und er hat ggf. Anspruch auf eine bestimmte Form (z.B. im Original unterschrieben, also ausnahmsweise kein Fax). Wenn also „Versand per Einschreiben durch Deutsche Post“ gefordert wird, stattdessen aber PIN die Kündigung durch einfachen Brief zustellt, dann darf diese nicht deswegen abgelehnt werden. (Natürlich gibt es dann ggf. Beweisprobleme – aber die Ablehnung beweist ja auch die Zustellung.)

  4. Joachim Jenner

    Oben sind die 3 dümmsten Fehler einer Kündigung genannt. „Wegen falschen Daten“ in Pkt. 2+3 ist natürlich auch ein dummer Fehler. Es muss wohl wegen falscher Daten“ heißen. Der Verfasser meint sicher, bei falschen Daten kommt es auf einen falschen Fall auch nicht an.

  5. Anja Kazinski

    1. Müssen die Kündigungsfristen in den AGB´s genannt werden oder reicht die Erwähnung auf dem Vertrag?
    2. Der Vertragspartner bestätigt die Kündigung nicht trotz Aufforderung im Kündigungsschreiben mit gesetzter Frist. Ist die Kündigung trotzdem wirksam?

  6. Nicole

    Muß ein Vertrag zwingend eine Vertragsnummer haben? Ich will etwas kündigen aber das Feld für die Vertragsnummer wurde damals vom Verkäufer leer gelassen, außer dem Durchschlag gibt es keine weiteren Unterlagen… vielen Dank im Voraus

  7. Lenni

    Wie würde es sich verhalten bei falsch angegebenen Geburtsjahr in der Kündigung? Habe versehentlich aus Gewohnheit das aktuelle und nicht mein Geburtsjahr angegeben.

  8. Villette Ines

    Hallo
    Ich habe vor einem Monat einen Vertrag bei Belle Vitales Gesundheitszentrum abgeschlossen. Da sich zeitmäßig mein Arbeitsverhältnis ab 1. Mai ändern wird, wollte ich zum 30.04.2016 kündigen. In der Kûndigungsbestätigung heißt es jetzt aber, daß meine Mitgliedschaft zum 17.02.2019 beendet ist. Wie komm ich da jetzt raus.

  9. dr.susanne löser

    Hallo
    Meine Frage: Ich möchte den Mietern meiner Garage fristlos kündigen.
    Grund 1. Die Mieter überschütten die WEG und jetzt auch mich mit diversen (sinnlosen
    Klagen, seit 5 jahren, bisher ohne Erfolg ist aber wirklich eine konstante Belästigung.
    Zudem brauche ich die Garage jetzt als Eigenbedarf.
    Reicht das für eine fristlose garagenkündigung??

  10. Siegfried Zäh

    Ich habe meinen Handyvertrag bei der Telekom am 25.03.2016 zum nächst möglichen Zeitpunkt(wäre der 24.05.16gewesen)anstatt einer Bestätigung bekam ich eine Woche später eine Tariferhöhung von 9,90 auf 27,90! da ich den Vertrag ja per Fax gekündigt hatte Mass ich dem keine Bedeutung zu den Beitrag 06.habe ich zurückbuchen lassen und der Telekom untersagt weitere Abbuchungen von meinem Konto vorzunehmen.die Herrschaften teilten mir mit es läge keine Kündigung vor und haben jetzt 37,90 abgebucht.was kann ich tun bei dem Vertrag handelt es sich um eine familycard der hauptvertrag wurde vor 2 jahren gekündigt die Zweitkarte wurde nicht mehr verwendet es wurde auch nicht reagiert von Seiten der dt erst als ich die Kündigung gefaxt habe

  11. Nessa

    Wie ist es bei einer Kündigung vom Arbeitsvertrag…wenn man Verlängerung auf Elternzeil gestellt hat aber noch keine Bestätigung erhalten hat ..kündigt man dann zum eigentlichen Ende der Elternzeit oder zur Verlängerung?

  12. maria Koll

    habe vor drei wochen schriftlich per Einschreiben,meinen Vertrag der noch bis 15.042017,läuft gekündigt-habe bis heute keine Antworthabe heute per PC,gekündigt-mal abwarten was jetzt los ist,habe aber vor es nochmal schriftlich zumachen,weil man mir gesagthat,man kann auch früher aus dem vertrag,als der sogenannte Stichtag ist.es nervt einfach

  13. Julia

    Hatte 2 Jahre Vertrag vom 10.11.14 und habe diesen am 09.11.16 gekündigt. Mind. 3 Monate vorher kündigen, aber nicht spätestens oder? Mein Vertrag wurde jetzt verlängert um 1 Jahr. Ich wollte jedoch ein neues Handy. Was bedeutet dies nun für mich? Hab ich nun 1 Jahr den Vertrag und kann kein neues Handy bekommen.

    1. Wolfi

      Hallo,

      wenn von einer Kündigungsfrist von „mindestens 3 Monaten“ die Rede ist, dann kann der Vertrag 3 Monate oder länger vor Vertragsende gekündigt werden. Eine Kündigung, die zeitlich näher am Vertragsende beim Anbieter ankommt als die vereinbarte Kündigungsfrist, wird meist erst zum nächstmöglichen Kündigungstermin angenommen.

      Kontaktieren Sie Ihren Anbieter und schildern Sie Ihren Wunsch, eventuell kann dieser auf Ihren Wunsch eingehen.

      Viele Grüße
      Ihr meine-kuendigung.de Team

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