Einzugsermächtigung widerrufenHier widmen wir uns der Frage, wie Sie eine Einzugsermächtigung widerrufen und dadurch wieder Kontrolle über Ihre Ausgaben gewinnen können. Bild: © M. Schuppich – Fotolia.com

Eine von Ihnen erteilte Einzugsermächtigung ermöglicht es Ihrem Vertragspartner einen Rechnungsbetrag abzubuchen. Diese ist dabei an ein Rechtsgeschäft gebunden. Wenn es sich also um eine einmalige Anschaffung handelt, muss auch die Einzugsermächtigung nicht widerrufen werden. Wenn Sie allerdings eine Einzugsermächtigung für ein Abonnement oder einen langfristigen Vertrag mit monatlicher Zahlung geschlossen haben, können Sie diese widerrufen bzw. kündigen.

Ist es immer nötig eine Einzugsermächtigung zu widerrufen?

Grundsätzlich ist es nicht immer nötig eine Einzugsermächtigung zu widerrufen. Wenn Sie einen Vertrag wirksam kündigen, hat der Vertragspartner auch kein Recht mehr den Beitrag von Ihrem Konto abzubuchen. Außerdem können Sie Ihre Bank bis zu 8 Wochen nach Lastschrift-Abbuchung beauftragen den abgebuchten Betrag auf Ihr Konto zurück zu transferieren.

Außerdem kann es in Streitfällen wichtig sein dies durchzuführen. So können Sie einer Abo-Abzocke eventuell vorbeugen, wenn Sie die erste Zahlung bereits zurückholen und kein Geld übermitteln bis der Fall vollends geklärt wurde. Das Widerrufen der Einzugsermächtigung erlaubt es Ihnen die Kontrolle über Ihre Finanzen vollständig im Überblick zu behalten und die Rechnungen Ihrer Vertragspartner vor der Zahlung zu prüfen.

Einzugsermächtigung widerrufen: Das müssen Sie tun

Die Einzugsermächtigung muss schriftlich widerrufen werden. Hier ist es notwendig persönlich auf dem Schreiben zu unterschreiben. Eine Vorlage für Ihr Kündigungsschreiben der Einzugsermächtigung stellen wir Ihnen weiter unten zur Verfügung. Senden Sie dieses an Ihren Anbieter um Ihre Einzugsermächtigung zu widerrufen.

Eine Kündigungsfrist oder Ähnliches ist nicht einzuhalten. Wenn Sie allerdings verhindern wollen, dass Ihnen der Betrag nochmals abgebucht wird, sollten Sie die Einzugsermächtigung zeitnah widerrufen und Ihrem Vertragspartner dadurch ein wenig Bearbeitungszeit einräumen.

Durch das Übermitteln des Schreibens wird die Einzugsermächtigung gekündigt und Sie müssen Ihre Rechnungen wieder manuell begleichen. Als Alternative können Sie hier auch einen Dauerauftrag installieren. Das ist in der Regel über Ihr Online-Banking sowie in Ihrer Filiale möglich. Achten Sie in jedem Fall darauf die Rechnungen rechtzeitig zu zahlen. Denn ansonsten kann Sie die Kündigung der Einzugsermächtigung auch Geld und Zeit kosten.

Eine Kündigung der Einzugsermächtigung ersetzt aber nicht die Kündigung Ihres Vertrags. Diese müssen Sie zusätzlich ausführen. Oder Sie integrieren den Widerruf der Einzugsermächtigung in Ihr Kündigungsschreiben.

Einzugsermächtigung widerrufen: Kündigungsschreiben erstellen

Für Ihre Kündigung müssen Sie wie oben beschrieben ein Kündigungsschreiben erstellen und unterschrieben absenden. Diese Inhalte muss Ihr Schreiben haben:

  1. Name und Anschrift (vom Unternehmen und Ihnen)
  2. Vertragsnummer (falls vorhanden)
  3. Kündigungsdatum
  4. Gewünschtes Enddatum des Vertrags
  5. Formulierung des Widerrufs (siehe unten)
  6. Ihre Unterschrift

Einzugsermächtigung widerrufen Vorlage Kündigungsschreiben

Max Mustermann, Straße/Hausnummer, PLZ/Ort

Adresse                                                                                                  Ort, Datum:

Ihres                                                                                                       Vertragsnummer:

Anbieters

 

Widerruf der erteilten Einzugsermächtigung

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerrufe ich die im Zuge des oben genannten Vertrags erteilte Einzugsermächtigung vom Konto mit

der IBAN….

bei der ….. Bank

zum tt.mm.jjjj.

Bitte bestätigen Sie mir den Widerruf schriftlich.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

 

Max Mustermann

 

Vorlage Einzugsermächtigung widerrufen zum Download als Word-Datei

 

Einzugsermächtigung widerrufen - Kontrolle über Ausgaben Hier widmen wir uns der Frage, wie Sie eine Einzugsermächtigung widerrufen und dadurch wieder Kontrolle über Ihre Ausgaben gewinnen können. Artikelbewertungen: 41 3.8 / 5 1 41

Kommentare

    1. berni Autor des Artikels

      Hallo Martin,

      vielen Dank für diese Anmerkung. Ich habe das direkt angepasst.

      Beste Grüße

      Berni vom meine-kuendigung.de Team

  1. Anja

    Darf der Anbieter bei bestehendem Vertrag Gebühren dafür erheben das ich meine Einzugsermächtiging zurück gezogen habe?

    1. Wolfi

      Hallo Anja,

      als Kunde hast du die Wahl zwischen verschiedenen Zahlungsarten, unter anderem auch die Lastschrift per Einzugsermächtigung. Sofern ich deinen Kommentar richtig verstanden habe, willst du diese Zahlungsart wechseln und hast deshalb die Einzugsermächtigung zurückgezogen. Das ist dein gutes Recht, du kannst offene Beträge auch über andere Zahlungsarten bezahlen. Der Anbieter kann jedoch für verschiedene Zahlungsarten Gebühren verlangen. Nach §312a Absatz 4 des BGB muss jedoch mindestens eine kostenlose Zahlungsmöglichkeit gegeben sein und die Gebühr darf nicht die anfallenden Kosten für den Anbieter übersteigen.

      Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen. Für weitere Fragen stehen wir dir gerne zur Verfügung.

      Viele Grüße
      Wolfi vom meine-kuendigung.de Team

  2. AK

    Guten Tag,
    ich habe eine ähnliche Frage wie die vorherige:
    Mein Anbieter verlangt für den Wechsel von Lastschrift auf Überweisung eine „Umstellungsgebühr“ von EUR 2,95. Ist das zulässig?

  3. Rocco

    Wir haben im Dezember 2015 zum 31.3.16 bei einem Verein gekündigt. Das wurde akzeptiert.
    Man teilte uns noch mit, dass wegen Softwareproblemen für Quartal 3 und 4 2015 die Beiträge nicht eingezogen wurden und das im Dezember 15 nachgeholt wird. Der Beitrag für das erste Quartal 2016 und damit letzter Beitrag ist im Januar 2016 fällig und wurde eingezogen. Jetzt im Januar 2017 kommt ein Schreiben vom ehemaligen Verein, dass die beiden Quartale von 2015 noch nicht bezahlt sind.
    Wir sehen hier zwar eine moralische Pflicht zur Zahlung, wenn es so stimmt, aber …
    1. Ist doch mit der Kündigung des Vertrages zum 31.3.2016 doch auch die Einzugsermächtigung erloschen?
    2. Ein rechtlicher Anspruch auf diese Beträge verjährt? Ich glaube aber, die Anspruchsgrundlage dauert 3 Jahre nach Fälligkeitsjahr. Also müsste es dann 2018.

    Bin ich überhaupt dazu verpflichtet, zu prüfen, ob jemand sein Geld über die erteilte Einzugsermächtigung auch wirklich holt?

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