KirchenaustrittDer Kirchenaustritt bedarf der Einhaltung einer speziellen Form. Hier finden Sie Infos und ein vorgefertigtes Schreiben zum Download.

Der Kirchenaustritt wird in Deutschland grundsätzlich von den Bundesstaaten geregelt. In den jeweiligen Bundesländern können hier auch Unterschiedliche Haltungen und Prozesse vorliegen.

Grundsätzlich gilt es folgende Richtlinien zu beachten.

Kirchenaustritt: So geht´s!

Die einfachste Variante, aus der Kirche auszutreten, ist meist der Gang zur jeweiligen Behörde. Diese ist je nach Bundesland unterschiedlich. In Berlin, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen müssen Sie zum zuständigen Amtsgericht gehen. Im Rest Deutschlands können Sie im Standesamt aus der Kirche austreten.

Vor Ort erhalten Sie dann ein Formular das ähnlich aufgebaut sein sollte wie dieses Muster Formular.

Kirchenaustritt: Muster Formular

Wenn Sie schriftlich kündigen möchten, müssen Sie sicherstellen, dass ein anerkanntes Dokument zu Ihrer Identifikation angehängt wird. In diesem Fall ist dies der Reisepass oder Personalausweis eventuell ergänzt durch das Familienbuch.

Max Mustermann, Straße/Hausnummer, PLZ/Ort

Adresse
ihres

Standesamtes oder Amtsgerichtes

 

Kirchenaustritt

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erkläre ich,  Name Vorname, am tt.mm.jjjj in XY geboren meinen Austritt aus der römisch katholischen (eventuell auch andere Religionsgemeinschaften) Kirche.

Ich lege diesem Schreiben folgende Dokumente bei: Personalausweis (Eventuell bei Ehegatten auch das Familienbuch)

Mit freundlichen Grüßen

 

Max Mustermann

Kirchenaustritt Musterschreiben PDF zum Download

Kirchenaustritt Musterschreiben Word zum Download

Kirchenaustritt: Wichtig!

Der Kirchenaustritt kann ab dem 14. Geburtstag ohne Zustimmung der Eltern durchgeführt werden.

Für den Austritt werden meist Gebühren fällig. Die Höhe variiert je nach Bundesland.

Das durch den Kirchenaustritt erreichte Ende der Kirchensteuerpflicht beginnt je nach Bundesland entweder zum Anfang des folgemonats oder erst im übernächsten Monat (nach Kündigung).

Lassen Sie sich den Kirchenaustritt schriftlich bestätigen und heben Sie diese Bestätigung sicher auf.

Kirchenaustritt: Vorsicht!

Wenn Sie in Deutschland getauft wurden und jetzt im Ausland wohnen, können Probleme entstehen. Sie müssen aber auch keine Kirchensteuer in Deutschland bezahlen.

Wenn Sie für eine kirchliche Einrichtung wie zum Beispiel die Caritas arbeiten, kann es eine Voraussetzung sein, ein Mitglied der Kirche zu sein. Prüfen Sie deshalb bevor Sie aus der Kirche austreten, ob das ein Kündigungsgrund sein könnte.

 

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Kommentare

  1. RainerSchäfer-M.

    Hallo Horst L.!
    Sehr gute Bemerkung !
    ‚Werde kurzfristig aus der Kirche austreten (ALG II)! ‚Werde allerdings keinen Cent zahlen!
    Wie werden diese Gebühren denn rechtsstaatlich/ juristisch überhaupt begründet? Ich habe die Dazugehörigkeit niemals explizit erklärt, noch wurde ich diesbezügl. als juristische Person gefragt, geschweige denn habe ich jemals irgendwo irgendetwas unterschrieben. Dann soll die Kirche die Gebühr bezahlen! Mois pa !
    LG Rainer

  2. David Maximilian Rothe

    Aus der Katholischen Kirche an sich kann man nicht austreten. Außer der Papst exkomuniziert einen. Wenn man austritt tritt man ledigluch aus einer Ortsgemeinde aus.

  3. Uli W

    Der BGH hat in vielen Entscheidungen (z. B. im Bankenbereich) dass bestimmte Gebühren unzulässig sind.
    Zur Begründung hat das Gericht ausgeführt, dass die verursachenden Tatbestände nur den Banken dienen.
    Hier dienen die Gebühren lediglich der Einnahmeerzielung und der Abschreckung Austrittswilliger.
    Rein rechtlich stellt der Austritt ja nur eine Kündigung einer Rechtsbeziehung dar. Dies verhindert der Staat
    durch die Vergabe des „öffentlich rechtlichen“.
    Der Staat macht das überall dort, wo Zwangsmitgliedschaften begründet werden sollen. IHK, HWK und GEZ
    seien hier stellvertretend genannt. Abgesehen davon, dass hier überall neue Töpfe aufgemacht werden, die
    nicht einer parlamentarischen Kontrolle unterliegen.

  4. Thomas Lauer

    Eigentlich eine Frechheit.
    Als unmündiges Kind wurde man nicht gefragt, bei der kath. Kommunion hatte man nicht den Mut nein zu sagen.
    Und dann als Erwachsener soll man 30.-€ für das „Nein“ zahlen.
    Eigentlich eine Frechheit.

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