Kündigung wegen MobbingKündigung wegen Mobbing: Sie fühlen sich gemobbt? Dann ist das ein Grund den Arbeitsvertrag zu kündigen.

Die meisten Mobbing-Opfer tragen körperliche und seelische Schäden davon. Durch Mobbing am Arbeitsplatz wird der Alltag zur Qual. In der Regel dauert das Arbeitsverhältnis eines Mobbing-Opfers auch nicht lange. So räumen viele den Platz freiwillig oder die Arbeitsleistung leidet derart, dass eine Kündigung folgt. Aber es ist nicht Sinn der Sache Angst vor einer Kündigung zu haben, sollten Sie Opfer von Mobbing geworden sein.

Besonders, wenn Sie finanziell stark von Ihrem Job abhängig sind und sich einen Wechsel nicht leisten können wird der Schritt der Kündigung wegen Mobbings schwierig. Daneben ist es natürlich ein Aufwand, Sie verlieren Ihre erarbeitete Position und Sie könnten als Weichei wahrgenommen werden. Aber wenn Sie sich durch das Mobbing bereits erheblich eingeschränkt fühlen, sollten Sie sich über Ihre Optionen informieren und einen Arbeitsplatzwechsel bzw. eine Kündigung wegen Mobbing in Erwägung ziehen. Das sollten Sie tun bevor Sie sich in die Enge gezwungen fühlen und bereit sind alles zu tun um die Situation zu verbessern. Denn dann kann es sein, dass Sie unüberlegte Entscheidungen treffen und diese im Nachhinein bereuen.

Kündigung Mobbing: Kündigung durch den Arbeitgeber

Ein Mobbing-Opfer kann oftmals auch selbst gekündigt werden, wenn gewisse Voraussetzungen bestehen. In der Regel kann der Arbeitgeber kündigen, wenn der Arbeitnehmer die Arbeit aufgrund einer Krankheit nicht mehr so ausüben kann, wie vertraglich vereinbart. Das muss dem Arbeitnehmer nachgewiesen werden. Wenn Sie sich hier ungerecht behandelt fühlen sollten Sie den Kontakt zu einem Anwalt suchen und der Kündigung widersprechen. Dadurch können Sie über eine Abfindung verhandeln.

Auch der Mobber kann gekündigt werden, wenn Ihm die Taten nachgewiesen werden können und diese entsprechend schwerwiegend sind. So sind die meisten unter Mobbing gelisteten Verhaltensweisen sogar rechtswidrig und Sie können sogar eine Anzeige gegen die Person in Erwägung ziehen.

Kündigung Mobbing: Kündigung durch das Mobbing-Opfer

Wenn es schon so weit ist, dass Sie über eine Kündigung Ihres Arbeitsvertrags wegen Mobbing nachdenken, ist es vermutlich zu spät. Sie sollten aber vor der Kündigung darüber nachdenken, ob Sie Ihre berufliche und auch private Lage verändern können. So können Sie sich vielleicht selbst helfen und eine besseres Arbeitsumfeld schaffen. Wenn Sie keine Zukunft im aktuellen Job sehen können Sie wie folgt wegen Mobbing kündigen:

Ordentliche Kündigung

Eine ordentliche Kündigung können Sie immer nutzen. Dazu muss kein Mobbing bestehen. Dazu haben wir Ihnen bereits einen Beitrag erstellt. Bitte informieren Sie sich dort über Ihre Optionen. Kündigung Arbeitsvertrag. Ein kostenfreies Kündigungsschreiben finden Sie unter Kündigungsschreiben Arbeitnehmer.

Fristlose Kündigung Mobbing

Für eine außerordentliche Kündigung muss ein wichtiger Grund bestehen. Mobbing kann ein Grund dafür sein. Sollten Sie Ihren Arbeitgeber auf die Sache aufmerksam gemacht haben und diesem eine ?? Abmahnung ??

Strafbare Handlungen durch Kollegen können auch angezeigt werden. Dazu zählen:

  • Beleidigung
  • Tätlichkeiten
  • Unlautere Rede
  • Androhung von körperlicher Gewalt
  • Sexuelle Belästigung
  • Verletzung der Würde
  • Sexuelle Nötigung

Wenn Sie dies nachweisen können, ist es möglich, dass der Kollege den Platz räumen muss. Dementsprechend sollten Sie den Kontakt zu Ihrem Arbeitgeber suchen.

Mobbing Arbeitgeber

Sollte gar der Arbeitgeber selbst das Mobbing betreiben ist es sicherlich sinnvoll direkt eine fristlose Kündigung wegen des Mobbings einzureichen. Hierzu ist ein wichtiger Grund notwendig. Mobbing bietet Ihnen diesen grundsätzlich. Sollte Ihnen durch das Mobbing ein Schaden entstanden sein können Sie auch Schadensersatz fordern. So wird sicherlich die Krankenkasse für Sie Ausgegebenes wieder einfordern.

Arbeitslosengeld: Kündigung wegen Mobbing

Wenn Sie selbst kündigen, wird im Regelfall eine Sperrzeit ausgesprochen. Diese kann bis zu 12 Wochen betragen. Wenn Sie unfreiwillig in die eigene Kündigung getrieben werden, wie durch Mobbing, liegt eine Ausnahme vor und Sie haben weiterhin Anspruch auf Arbeitslosengeld.

 

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Kündigung wegen Mobbing Kündigung wegen Mobbing: Sie fühlen sich gemobbt? Dann ist das ein Grund den Arbeitsvertrag zu kündigen. Artikelbewertungen: 3 3.3 / 5 1 3

Kommentare

  1. Annika

    Hallo,
    mir fehlt im letzten Abschnitt die Ergänzung zum Anspruch auf Arbeitslosengeld bei Eigenkündigung aufgrund von Mobbing, dass man natürlich einen wichtigen Grund nachweisen muss. In dem Fall das Mobbing. Dies gestaltet sich in der Praxis äußerst schwierig, so dass es doch vermehrt zu Sperrzeiten von 12 Wochen und zu einer Minderung der Anspruchsdauer kommt. Hier ist eine Kündigung auf ärztlichen Rat sinnvoller!

  2. Petra

    Betreff Kündigung wegen bobbing !
    Mein ist Petra Lärm ,
    Hallo wie kann ich bei Arbeitsamt schreiben wegen bobbing ich weiß nicht wie ich das schreiben kann ich habe selber gekündigt wegen bobbing möchte keine Spree haben ich war auch bei mein Hausarzt gewesen
    Lg Petra

  3. Daniel

    Hallo

    Ich werde zur zeit dermaßen vom chef gemobbt…bin dann zum arzt weil nix mehr ging. Bin dort zusammen gebrochen.
    Er stellt mir was aus damit ich fristlos kündigen kann und ohne Sperre beim amt. Weil es aus ärztlicher sicht nicht mehr geht.

    Also wer gemobbt wird sollte sich ein arzt dazu holen.

  4. Jenny

    hallo
    Ich wrde von meinem Kollegen fertig gemacht und bin schon so seit das ich den job kündige.
    Ich habe nur ein Problem ich habe 3 Monate Kündigung Frist die halte ich aber nicht noch aus.
    Meine Frage ist kann ich des wegen die Kündigung Frist um gehen?

    1. Wolfi

      Hallo Jenny,

      sollte ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber keine Wirkung bei Ihren Kollegen und ihrem Verhalten haben, empfehle ich Ihnen den Weg zum Arzt. Laut den Angaben anderer Betroffener kann dieser eine Empfehlung ausstellen, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Damit soll auch die 12 wöchige Sperre beim Arbeitsamt nichtig sein.

      Viele Grüße
      Ihr meine-kuendigung.de Team

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