Kündigung Vermieter

Hier finden Sie heraus ob die Kündigung Ihres Mietvertrags, durch den Vermieter, rechtmäßig ist und welche Möglichkeiten Ihnen für Ihr weiteres Vorgehen offen stehen.

Dazu werden hier alle Details, die bei der Kündigung eines Mietvertrags durch den Vermieter beleuchtet.

Kündigung Vermieter: Kündigungsform

Auch der Vermieter ist, wie der Mieter, an die Schriftform gebunden. Diese bedarf einer persönlichen Unterschrift, der exakten Definition des betreffenden Wohnraums, des Kündigungstermins sowie des Kündigungsgrundes.

Kündigung Vermieter: Kündigungsfristen

Für den Vermieter ergeben sich folgende Kündigungsfristen für die ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses.

  • 0-5 Jahre Mietdauer: 3 Monate
  • 5-8 Jahre Mietdauer: 6 Monate
  • ab 8 Jahren Mietdauer: 9 Monate

An diese ist er grundsätzlich gebunden. Wichtig für die Einhaltung dieser ist der rechtzeitige Eingang des Schreibens beim Mieter. Dabei ist sicherzustellen, dass alle in den Vertrag eingebundenen Mieter das schreiben rechtzeitig erhalten. Sollte also der Mieter seit 3 Jahren in seiner Wohnung leben, beträgt die geregelte Frist 3 Monate. Soll der Kündigungstermin zum Beispiel der 01.10. sein muss das Kündigungsschreiben spätestens zum 31.07. beim Mieter eingegangen sein.

Kündigung Vermieter: Kündigungsgrund

Daneben bedarf es bei der Kündigung eines Mietvertrags durch den Vermieter eines triftigen Grundes, welcher dem Mieter bei der Kündigung schriftlich mitgeteilt werden muss. Dieser Grund muss rechtlich anerkannt sein. Dazu zählen generell:

Nichtbezahlung der Miete (auch Nichtzahlung einer Mieterhöhung) oder ständig verspätete Zahlung (hierbei kann sogar eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden)

Unzumutbare Nutzung des Wohnraums: Der Mieter nutzt die Wohnung so, dass das Zusammenleben den anderen Parteien des Hauses unmöglich gemacht wird. Dazu zählen auch strafrechtlich verfolgte Handlungen gegenüber anderen Bewohnern des Hauses oder dem Vermieter

Untervermietung des gesamten Mietgegenstandes ohne Einwilligung des Vermieters

Untervermietung gegen unverhältnismäßig hohe Bezahlung

Nichtbenutzung der Wohnung (sollte die Wohnung weniger als die Hälfte des Jahres bewohnt sein)

Eigenbedarf des Vermieters

Verwertungskündigung: Eine Verwertungskündigung ist rechtens, sollte der Vermieter durch die Aufrechterhaltung des Mietvertrags an der angemessen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks gehindert werden

Hinderung bei baulichen Maßnahmen zur Verbesserung einer Substandardwohnung

Schriftlich vereinbarter wichtiger Kündigungsgrund: z.B. der Verkauf der Eigentumswohnung

Sollten diese Gründe nicht vorliegen ist es dem Vermieter grundsätzlich nicht möglich das Mietverhältnis zu beenden.

Muster-Kündigungsschreiben

Max Mustermann, Straße/Hausnummer, PLZ/Ort
Adresse
des

Mieters

Kündigung des Mietvertrags für die Wohnung Berliner Straße 14, 80333 München, 4. Stock rechte Partei:

 

Sehr geehrter Herr Mustermann,

hiermit möchte ich den Mietvertrag für die oben angegebene Wohnung auflösen, da Sie es versäumt haben den vertraglich geregelten Mietzahlungen nachzukommen. Deshalb kündige ich Ihnen fristgerecht zum ………. Bitte bestätigen Sie den Eingang dieses Schreibens.

Mit freundlichen Grüßen

 

Vorname Name

 

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Kündigung Vermieter Fristlose Kündigung

Die fristlose Kündigung eines Mietvertrags ist bei folgenden Gründen möglich:

Zahlungsverzug: Wenn der Mieter zwei Monate in Folge mit einem nicht unerheblichen Teil der Miete in Verzug gerät, und dabei mindestens 2 Monatsmieten schuldig bleibt.

Vertragswidrige Nutzung des Wohnraums

Mieter hält sich trotz Ermahnung nicht an die Hausordnung, wodurch den anderen Hausbewohnern das Zusammenleben unmöglich gemacht wird

Diese Kündigung ist aber erst nach einer Abmahnung mit inbegriffener Besserungszeit für den Mieter gültig.

 

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Widerspruch

Der Mieter kann die Kündigung anfechten, sollte diese für ihn bzw. seine Familie unzumutbare Härte darstellt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn

angemessener Wohnraum nicht zu zumutbaren Bedingungen beschaffbar ist

der Mieter ein entsprechend hohes Alter erreicht hat, invalide geworden ist, schwer erkrankt ist oder sich im fortgeschrittenen Stadium eine Schwangerschaft befindet.

Dann ist es dem Mieter möglich Widerspruch einzulegen. Details zur Erstellung des Widerspruchs finden Sie hier.

 

Wichtige Links

Wohnung kündigen

Zeitmietvertrag kündigen

Checkliste Wohnung kündigen

Widerspruch Wohnungskündigung

 

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Kommentare

  1. Konstantin

    Kündigung des Mietvertrages wegen Pflichtverletzung.
    Ich habe eine Mieterin mit 2 Kinder, die Sozialhilfe bekommt. Das Sozialamt zahlt die Miete an
    die Mieterin und sie überweist es mir. Nun für Juli Sozialamt hat die Miete gezahlt und ich habe keinen Cent bekommen. Die Mieterin verspricht mir die Miete in September zu Zahlen aber ich möchte so eine Mieterin loss werden. Ich möchte eine ordentliche Kündigung wegen Pflichtverletzung schreiben.
    Danke. Konstantin

  2. rüdiger Chojnacki

    mir hat man unter druck eine Wohnungskündigung gegeben die ich auch leider unterschrieben habe was kann ich jetzt dagegen unternehmen

  3. ucht

    Ich habe eine 1-Zimmer Wohnung vor 2 Monate ersteigert.
    Die Mieterin, Hartz-IV Empfängerin, verweigert die Kontaktaufnahme. Nur per Anschreiben ist sie bereit einen Termin zu vereinbaren. Die Kaltmiete ist sehr gering. Eine Mieterhöhung akzeptiert sie nicht. Die Umlagefähige Kosten auch nicht. Doch die angegebene Kosten aus dem Mietvertrag zahlt sich regelmäßig. Zwei große Hunden und noch 2 Nachbars-Hunden hat sie in der kleine Wohnung. Dies habe ich ihr widersprochen. Bis jetzt hat sie nicht reagiert. Als ich in der Wohnung war, war kein sachliches Gespräch möglich. Bevor zu Eskalation kam, habe ich friedlich versucht die Wohnung verlassen. Sie packte mit Wucht hinter mir die Tür auf mein Rücken, was mir sehr weggetan hat. Ich habe ihr gleich einen Brief geschrieben, eine Entschuldigung gefordert und das Verältnis als zerüttet bezeichnet. Trotzdem habe ich für eine normale Zusammenarbeit gebeten. Statt dessen, ging die Mieterin zur Anwalt. Der schreibt mir wie sie alles bedauert, jedoch hat er mir versucht Schuld zu geben. Ich möchte aber nicht über den Anwalt korrespondieren. So habe ich den Brief nicht beantwortet.
    Der Voreigentümer könnte die teuere Nebenkosten nicht mehr finanzieren, hat mit der Mieterin nur Dispositionen geführt. 18 Monaten später, musste er die Wohnung aufgeben.

    Deshalb meine Frage zu erste mal überhaupt im Forum hier:

    Wie bekomme ich die Mieterin raus?

    Ich hoffe dass ich Ihnen die Problematik mit meiner Mieterin auf Deutsch verständlich beschrieben haben .

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