MahnbescheidSie haben einen Mahnbescheid erhalten und wollen Wissen, wie Sie auf die Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens reagieren können? Antworten gibt´s hier. Bild: © Butch – Fotolia.com

Der gerichtliche Mahnbescheid lag in der Post. Jetzt heißt es Handeln, ansonsten kann die andere Partei eventuell Sanktionen gegen Sie geltend machen. Doch Handeln bedeutet nicht unbedingt die ausstehenden Kosten zu bezahlen. Denn oftmals benutzen Inkassobüros und teils eher unseriöse Firmen den gerichtlichen Mahnbescheid dazu Ihnen Angst zu machen, um schnell und einfach an Ihr Geld zu kommen.

Als Entscheidungshilfe zunächst ein paar Infos zum Mahnbescheid selbst.

Was ist ein gerichtlicher Mahnbescheid?

Oftmals gibt es Rechnungen, die Sie als Kunde nicht bezahlen möchten, weil die Höhe nicht gerechtfertigt erscheint oder gar kein Vertrag abgeschlossen wurde. Dann werden sehr schnell Inkassounternehmen zum Eintreiben des Geldes eingesetzt. Diese arbeiten oft mit Mahnbescheiden.

Ein gerichtlicher Mahnbescheid kann von jedem in Auftrag gegeben werden. Sie müssen zum Amtsgericht gehen und für 23 Euro können Sie die Mahnung aussprechen. Das nutzen Firmen um Schuldner einzuschüchtern, denn dieser erhält ein Schreiben vom Gericht. Beim gerichtlichen Mahnbescheid handelt es sich aber nicht um eine Klage, sondern wie der Name schon sagt, eine Mahnung. Hier ist ein großer Unterschied.

Gerichtlichen Mahnbescheid erhalten: Was tun?

Lassen Sie sich also vom gerichtlichen Mahnbescheid nicht abschrecken, wenn die Forderung aus Ihrer Sicht ungerechtfertigt ist. Denn auch wenn die Schuld eingetrieben werden soll, muss sie nicht aus Berechtigung entstanden sein. Die logische Konsequenz auf einen Mahnbescheid ist neben der Zahlung der Widerspruch. In diesem erklären Sie genau warum die Zahlung nicht durchgeführt wird und zum Beispiel, dass Sie einem Zustandekommen des Vertrags widersprechen. Vielleicht haben Sie die Leistung nie oder nie vollständig erhalten.

Wie Sie einen Widerspruch formulieren können, haben wir Ihnen unter Widerspruchsschreiben Muster beschrieben. Außerdem können Sie auf der Seite auch ein Muster für Ihren Widerspruch. Dieses sollten Sie per Einschreiben mit Rückschein versenden, um belegen zu können, dass der Versand erfolgt ist. Alternativ können Sie auch persönlich aufs Arbeitsamt gehen und dort den Widerspruch zur Niederschrift mündlich aussprechen.

Auch im Mahnbescheid sind bereits wichtige Informationen zum Widerspruch enthalten. So finden Sie hier die Frist in welcher Sie den Widerspruch einreichen müssen.

Durch einen fristgerechten Widerspruch haben Sie den Mahnbescheid genauso schnell entkräftet, wie er bei Ihnen im Briefkasten gelandet ist. Wenn Sie dies gewährleisten müsste der Streitgegner eine Klage gegen Sie erheben. Dann würde der Fall vor Gericht behandelt. Ein Inkassodienstleister wird hiervor in der Regel zurückschrecken, da es sich um eine eventuell unberechtigte Forderung handelt.

Neben dem Widerspruch sollten Sie auch dem Inkassounternehmen einen Brief zusenden, in dem Sie erklären warum Sie die Forderung für unberechtigt halten.

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