ProkuraSie wollen eine Prokura erteilen oder wissen was es für Sie bedeutet, eine Prokura anzunehmen? Alle wichtigen Infos und ein Muster finden Sie hier. Bild: © Kzenon – Fotolia.com

Warum eine Prokura erteilen?Die Prokura hilft dem Handel seine Mitarbeiter zur Vertretung des Unternehmens zu bevollmächtigen. Durch die Erteilung wird der Mitarbeiter dazu befähigt die Firma im Sinne des Geschäftsgegenstandes zu vertreten. Dies ist ähnlich wie bei der Handlungsvollmacht. Die Prokura räumt dem Prokuristen jedoch noch weitere Rechte mit ein.

Eine Prokura ist eigentlich immer nötig, wenn ein kleines Unternehmen zum mittelständischen Unternehmen wird, denn der Geschäftsführer kann nicht überall gleichzeitig sein. Deshalb wird es notwendig jemanden zur Vertretung befähigen. Dadurch können einige Entscheidungen auf dem direkten Wege getroffen werden. Das spart oft viel Arbeit. Für die Vertretung gegenüber dem Kunden ist diese in vielen Fällen sogar notwendig. So ist es oftmals nicht möglich im Verkaufsgespräch den Geschäftsführer zu Rate zu ziehen um einen Preisnachlass genehmigen zu lassen oder ähnliches.

Eine Alternative zur Prokura kann die Handlungsvollmacht sein.

Prokura oder Handlungsvollmacht

Ein Prokurist hat größere Handlungsspielräume als der Bevollmächtigte einer Handlungsvollmacht. Der Große Unterschied zwischen den beiden Formen ist, dass sich die Rechte eines Handlungsbevollmächtigten beschränken lassen und die eines Prokuristen nicht. Entsprechend können Sie eine Handlungsvollmacht auf bestimmte Tätigkeiten festschreiben. Die Prokura hingegen kann nach außen hin nicht eingeschränkt werden, da die Geschäftspartner sicher sein sollen sich auf die Vertretungsmacht des Prokuristen verlassen zu können.

Der Prokurist ist grundsätzlich dazu befähigt den normalen Geschäftsverkehr zu bewerkstelligen (außergerichtlich und gerichtlich), also Prozesse zu führen, Verbindlichkeiten einzugehen, Wechsel zu zeichnen und Vergleiche zu schließen. Außerdem darf er selbst Handlungsvollmachten erteilen. Er darf lediglich keine Aufgaben übernehmen, die nur durch den Inhaber durchgeführt werden können. Dazu zählt zum Beispiel das Erteilen einer Prokura, die Unterzeichnung des Jahresabschlusses, Steuererklärungen zu unterzeichnen, Insolvenzen beantragen, etc.

Er übernimmt Aufgaben des täglichen Geschäfts plus einige Sonderaufträge.

Wie kann eine Prokura erteilt werden?

Die Prokura sollte schriftlich erteilt werden, dass kann aber auch mündlich erfolgen. Diese ist durch den Geschäftsinhaber auszustellen. Wichtig ist, dass die Prokura im Handelsregister eingetragen werden muss um wirksam zu werden.

Dabei kann eine Einzelprokura für einen bestimmten Mitarbeiter mit umfassender Handhabe, eine Filialprokura, welche dazu berechtigt alle Belange einer Filiale zu klären sowie eine Gesamtprokura, welche zum gemeinschaftlichen Vertretung berechtigt. Bei der Gesamtprokura handeln die Prokuristen gemeinsam.

Prokurist muss sich erkenntlich machen

Wenn Sie eine Firma als Prokurist vertreten müssen Sie dies durch den Zusatz ppa. (per procura autoritate) zu erkennen geben. Dies muss im Schriftverkehr und bei der Unterzeichnung von Verträgen geschehen.

Prokura erfordert Vertrauen

Achten Sie darauf, dass Sie die Prokura einer vertrauenswürdigen Person erteilen. Zwar ist diese jederzeit wieder widerrufbar, aber die Handlungsspielräume eines Prokuristen sind derart groß, dass hier mit Bedacht gehandelt werden sollte. Um eine Prokura vollständig zu widerrufen, müssen Sie auch den Eintrag im Handelsregister ändern. Außerdem endet die Prokura, wenn der Inhaber wechselt oder zum Beispiel Insolvenz angemeldet wurde.

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