Zusatzbeitrag KrankenkasseZusatzbeitrag Krankenkasse: Ab 2015 wird es den Krankenkassen ermöglicht einen individuellen Zusatzbeitrag für Sie festzulegen. Doch was heißt das?

Der gesetzlich festgeschriebene Beitrag für Krankenkassen sinkt von 15,5% auf 14,6%. Dadurch nimmt für Sie der Grundbeitrag ab. Aber die Kassen dürfen einen zusätzlichen Beitrag bestimmen. Der Zusatzbeitrag wird meist anhand der finanziellen Situation der Krankenkasse festgelegt. Er ersetzt den bisherigen Sonderbeitrag in Höhe von 0,9%. Der Zusatzbeitrag wird dagegen nicht übergreifend festgeschrieben, wodurch für Sie als Versicherter ganz unterschiedliche Gebühren anfallen. Mit dieser Maßnahme soll der Wettbewerb unter den Kassen angeregt werden.

Zusatzbeitrag Krankenkasse: Wie wird sie festgelegt?

Der Krankenversicherer ist nicht in der Lage einen beliebigen Prozentsatz aufzuschlagen, sondern darf durch diese Maßnahme nur die eigenen Kosten decken. Es wird also im Vorhinein abgeschätzt, wie hoch die Ausgaben im kommenden Versicherungsjahr ausfallen werden. Der Zusatzbeitrag muss in die Satzung aufgenommen und Ihnen als Versicherer rechtzeitig mitgeteilt werden.

Neben den Krankenversicherungen kann auch die Aufsichtsbehörde Einfluss auf den Zusatzbeitrag nehmen und diesen bei Bedarf anpassen.

Zusatzbeitrag Krankenkasse: Was bedeutet das für Sie?

Die Krankenkassen müssen Ihnen die Höhe des Zusatzbeitrags rechtzeitig mitteilen. Grundsätzlich übersteigen die Kosten nicht die Vorjahres-Quoten. Eine Liste mit den Zusatzbeiträgen der wichtigsten Krankenkassen finden Sie auf Krankenkassen.de.

Ihre Kasse legt den Zusatzbeitrag jedes Jahr neu fest. Sie kann also sowohl höher als auch niedriger werden. Es ist also schwer zu erkennen, welche Versicherung langfristig die richtige für Sie ist. Entsprechend kann es sinnvoller sein den Anbieter öfter zu wechseln.

Zusatzbeitrag Krankenkasse: Sonderkündigungsrecht?

Allgemeine Infos zum wechseln der Krankenkasse finden Sie unter: Krankenkasse wechseln. Wichtig ist für Sie, dass Sie mit einer Frist von 2 Monaten ordentlich kündigen können, sobald mindestens 18 Monate Laufzeit vergangen sind. Benötigen Sie ein Kündigungsschreiben können Sie dies unter Kündigungsschreiben Krankenversicherung. Dort können Sie die Vorlage herunterladen und einfach online per Fax senden.

Durch das Erheben des Zusatzbeitrages oder eine Erhöhung wird es Ihnen möglich eine Sonderkündigung einzureichen. Diese können Sie geltend machen bis der entsprechende Betrag fällig wird. So können Sie den Vertrag ohne die Einhaltung der 2-monatigen Kündigungsfrist auflösen. Sie müssen dazu den Kündigungsgrund in Ihr Kündigungsschreiben zu integrieren. Zudem müssen Sie dann direkt einen neuen Versicherer vorweisen können.

Zusatzbeitrag Krankenkasse: Jetzt wechseln?

Aus unserer Sicht macht es keinen Sinn eine schnelle Entscheidung wegen des neuen Zusatzbeitrags zu fällen. Prüfen Sie neben den Beiträgen auch die Leistungen die von er jeweiligen Versicherung übernommen werden. Alleine der Zusatzbeitrag sollte nicht die Entscheidung ausmachen.

Bild: © Gina Sanders – Fotolia.com

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