Fehler bei der KündigungWenn Sie eine problemlose Kündigung sicherstellen wollen, dann sollten Sie sich bemühen diese dummen Fehler bei der Kündigung zu vermeiden.

Wenn Sie eine Kündigung aussprechen wollen Sie generell Ihr Vertragsverhältnis beenden, aber nicht jede ausgesprochene Kündigung führt auch hierzu. Vielen Verbrauchern aber auch Unternehmern unterlaufen hier Formfehler die zur Nichtigkeit der Kündigung führen.

 

Die 3 ärgerlichsten Fehler bei der Kündigung

Es gibt einige ärgerliche Fehler, die sehr ärgerlich sind, sollte man diese bei der Kündigung begehen, besonders weil sich die Verträge dann unter Umständen um einen langen Zeitraum verlängern und erst danach wieder ordentlich gekündigt werden können.

 

1. Die Kündigungsfrist wird falsch berechnet oder aus anderen Gründen nicht eingehalten

Im Regelfall wird eine ordentliche Kündigung ausgesprochen. Diese richtet sich an die Mindestlaufzeit eines Vertrags und die zugehörige Kündigungsfrist. Der häufigste Fehler bei der Kündigung besteht darin, dass nicht rechtzeitig gekündigt wird. Ärgerlich dabei ist, dass der Vertrag sich dann häufig automatisch verlängert. Dann müssen Sie wieder warten bis Sie diesen ordentlich kündigen können.

Wichtig: Stichtag ist dabei der Erhalt der Kündigung durch den Vertragspartner. Dies bedeutet der Zeitpunkt des Eingangs der Kündigung beim Vertragspartner ist ausschlaggebend.

Rechenbeispiel: Nimmt man einen Mobilfunkvertrag mit einer Mindestlaufzeit von 2 Jahren und einer Kündigungsfrist von 3 Monaten, der am 16.10.2016 abgeschlossen wurde, ist das erste mögliche Vertragsende zum 15.10.2018 möglich. Um dies zu gewährleisten muss das Kündigungsschreiben mindestens 3 Monate vorher, also am 14.07. beim Mubilfunkanbieter eingehen.

 

2. Die Kündigung wird wegen falscher Daten nichtig

Bei der Kündigung gilt es eine gewisse Form einzuhalten. Diese ist von der Art des Vertrags abhängig. So unterliegt die Kündigung von Arbeits- und Mietverträgen zum Beispiel einer speziellen Form, wobei andere Verträge quasi formfrei formuliert werden können. Für Sie ist es aber immer sicherer, wenn Sie ein Kündigungsschreiben formulieren und einsenden, da hier ein schriftlicher Beleg für die Kündigung vorliegt.

Ein gültiges Kündigungsschreiben sollte dabei folgende Inhalte aufweisen:

  • Kontaktdaten des Kündigenden (eindeutig identifizierbar/ggf. inklusive Vertragsnummer, Kundennummer etc.)
  • Ausspruch des Kündigungswunsches
  • Gewünschter Beendigungstermin des Vertrags
  • Unternehmen bei dem gekündigt werden soll (Vertragspartner)
  • Persönliche handschriftliche Unterschrift des Kündigenden (Hier genügen die Initialen zum Beispiel manchmal nicht. Es ist ratsam mit vollem Namen zu unterschrieben. Derart kleinlich wird aber nur in wenigen Fällen entschieden.)

Achtung: Es kann sein, dass manche Vertragspartner die Kündigung über ein vorgefertigtes Formular voraussetzen, wie zum Beispiel die GEZ. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie dieses auch nutzen. Auch der Versandweg kann vorgegeben sein.

 

3. Die Kündigung kann wegen falschen Daten nicht zugeordnet werden

Achten Sie bitte tunlichst darauf, dass die richtigen Daten wie zum Beispiel Adresse, Kunden- bzw. Vertragsnummer, Vertragsgegenstand, Vertragspartner etc. eingebunden werden. Prüfen Sie diese lieber doppelt. Wenn die Kündigung nämlich nicht eindeutig zugeordnet werden kann, wird diese auch nicht wirksam. Dabei sind die Angaben die bei der Vertragsunterschrift niedergelegt wurden ausschlaggebend. (Wenn sich Ihre Adresse zwischenzeitlich geändert hat macht es Sinn dem Vertragspartner die Änderung zu übermitteln, damit hier keine Unstimmigkeiten entstehen, es muss aber nicht die alte Adresse im Kündigungsschreiben angegeben werden.) Wichtig ist, dass Sie klar identifiziert werden können.

 

Sie sollten versuchen diese Fehler bei der Kündigung zu vermeiden, dann können Sie sich problemlos von Ihrem Vertrag trennen.

 

Die 3 dümmsten Fehler bei der Kündigung Wenn Sie eine problemlose Kündigung sicherstellen wollen, dann sollten Sie sich bemühen diese dummen Fehler bei der Kündigung zu vermeiden. Artikelbewertungen: 33 3.8 / 5 1 33

Kommentare

  1. Erika

    Was ist, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Kündigung persönlich übergibt, auf dieser aber die falsche (alte) Adresse steht? Wirksam oder unwirksam?

    1. Kevin

      Hallo Erika,

      Behandeln Sie den Vertrag am besten zunächst so, als ob er gültig ist. Die falsche Adresse ändert nichts am klaren Willensausdruck des Arbeitsgebers. Am besten wenden Sie sich für eine Rechtsberatung an einen Rechtsanwalt mit Spezialisierung Arbeitsrecht. Dieser kann Ihnen auch dabei helfen, andere Formfehler, die die Kündigung ungültig machen, aufzudecken.

      viel weiteres Glück,
      kevin von meine-kuendigung.de

  2. Rita Bornier

    Ich werde schon Monate lang von debitel bzw freenet betrogen habe nie einen Vertrag Geld amgezogen .Ich habe aber nie ein Vertrag mit den abgeschlossen.Bitte um Geld zurück.Meine Daten haben sie ja von Debitel

  3. eckardt

    Wir waren so blöd und haben bezahlt. Angelich würde der kontozugang innerhalb von 24 std wieder frei gegeben. Das war vor drei tagen . Also für was bezahlt, was ich nicht nutzen kann !!!???

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.