Kündigung Mobbing

Kündigung Mobbing: Sie fühlen sich gemobbt? Dann ist das ein Grund den Arbeitsvertrag zu kündigen.

Durch Mobbing am Arbeitsplatz wird jeder neue Werktag zur Qual. Oft ist es die Masse der abfälligen Kleinigkeiten, die Sie zum Aufgeben zwingen soll. Doch Sie müssen nicht das Handtuch werfen. Wenn Ihre Arbeitskollegen oder gar der Chef Sie auf dem Kiecker haben, dann lassen Sie sich nicht unterkriegen. Sie können sich wehren und das Heft des Handeln zurück erlangen. Egal ob Sie im Betrieb bleiben oder ihn verlassen möchten, wir zeigen Ihnen wirksame Methoden.

 

Kündigung Mobbing: Kann der  Arbeitgeber Ihnen kündigen?

Ihr Arbeitgeber kann Ihnen tatsächlich auch dann das Arbeitsverhältnis kündigen, wenn Sie auf der Arbeitsstelle Mobbing erfahren. Der Arbeitgeber kann genau dann kündigen, wenn der Arbeitnehmer die Arbeit aufgrund einer Krankheit nicht mehr so ausüben kann, wie vertraglich vereinbart. Diese Krankheit können auch die Auswirkungen von Mobbing auf Sie sein. Der Arbeitgeber muss nachweisen, dass Ihre Leistung durch die Krankheit unter der vereinbarten Leistungen liegt.

Wenn Ihnen gegenüber eine solche Kündigung ausgesprochen wurde, dann haben Sie eine 3 wöchige Widerspruchsfrist. Wenden Sie sich unbedingt an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht! Dieser kann Ihnen auch bei einer Kündigung helfen bessere Konditionen zu  vereinbaren. Darunter kann unter anderem eine Abfindung, sowie ein besseres Arbeitszeugnis fallen.

 

Diese Maßnahmen können Sie ergreifen

Wenn es schon so weit ist, dass Sie über eine Kündigung Ihres Arbeitsvertrags wegen Mobbing nachdenken, dann gilt es einen kühlen Kopf zu behalten. Je geduldiger und methodischer Sie agieren, desto mehr können Sie die Situation nach Ihren Vorstellungen formen. Wichtig ist, dass Sie sich klar sind, wohin die Reise gehen soll:
Mögen Sie Ihren aktuellen Job, die Mobber sind nur Einzelpersonen in einem ansonsten angenehmen Unternehmen oder ist die Lage so aussichtslos, dass Sie das Unternehmen verlassen möchten?

 

Bewahren Sie einen kühlen Kopf, bereiten Sie eine Mobbing-Kündigung vor:

Sie haben sich entschieden im Unternehmen zu bleiben oder möglichst viel bei einer Kündigung herrauszuholen. Nun gilt es etwas gegen das Mobbing zu unternehmen. Fangen Sie als erstes damit an ein Mobbing-Tagebuch zu führen. Stellen Sie ein Protokoll mit Zeiten, Inhalten und beteiligten Personen / möglichen Zeugen zusammen.

Mit diesem Protokoll wenden Sie sich am besten zunächst an Ihren Chef (sollte dieser das Problem sein, gleich an die nächste Stelle). Zeigt dies keine Wirkung, dann suchen Sie den Betriebsrat und die Personalabteilung auf. Sie sollten auch schriftlich eine Beschwerde einreichen. Nach  § 84 BtrVG ist der Arbeitgeber darauf hin verpflichtet schriftlich zu der Beschwerde Position zu beziehen. Hierdurch stellen Sie die Dokumentierung Ihres Anliegens und der Maßnahmen des Arbeitgebers sicher.

Im besten Falle spricht der Arbeitgeber dem Mobber eine Kündigung aus. Diese kann auch fristlos sein.
Strafbare Handlungen können darüber hinaus auch angezeigt werden:

  • Beleidigung
  • Tätlichkeiten
  • Unlautere Rede
  • Androhung von körperlicher Gewalt
  • Sexuelle Belästigung
  • Verletzung der Würde
  • Sexuelle Nötigung

 

 

Sie wollen das Unternehmen verlassen:

 

Ordentliche Kündigung Mobbing

Eine ordentliche Kündigung können Sie immer nutzen. Dazu muss kein Mobbing bestehen. Dazu haben wir Ihnen bereits einen Beitrag erstellt. Bitte informieren Sie sich dort über Ihre Optionen. Kündigung Arbeitsvertrag. Ein kostenfreies Kündigungsschreiben finden Sie unter Kündigungsschreiben Arbeitnehmer.

 

Fristlose Kündigung Mobbing

Bei der Fristlosen Kündigung Mobbing verlassen Sie das Unternehmen sofort. Diese Form der Kündigung ist allerdings bei Mobbing problematisch. Grund dafür ist, dass Sie die Fristlose Kündigung bis spätestens zwei Wochen nach erlangen der Kenntnis des Kündigungsgrundes, hier Mobbing, einreichen müssen. Hierin liegt auch schon die Crux, Mobbing ist oft ein schleichender Prozess.

Bei einer Fristlosen Kündigung gehen Sie komplett leer aus. Sie erhalten weder eine Abfindung, noch sonstige Boni. Besser ist es solange Widerstand zu leisten, bis Sie einen Aufhebungsvertrag vereinbaren können. Durch einen Aufhebungsvertrag erhalten Sie eine Abfindung, ein besseres Arbeitszeugnis oder zusätzliche Leistungen. Mehr dazu erfahren Sie auf anwalt.de.

 

Arbeitslosengeld: Kündigung wegen Mobbing

Wenn Sie kündigen möchten, dann lassen Sie sich unbedingt von einem Arzt untersuchen. Dieser kann Ihnen im Anschluss ein Attest ausstellen, dass Sie auf Grund von Mobbing als Krank erklärt. Ein solches Attest ist wichtig, um die 12 wöchige Sperrzeit des Arbeitsamtes bei Eigenkündigung zu vermeiden. Kündigen Sie ohne ein Attest, kann Ihnen das Arbeitsamt in den ersten 3 Monaten die Leistungen verweigern.

 

Kündigung Mobbing: So können Sie vorgehen Kündigung wegen Mobbing: Sie fühlen sich gemobbt? Dann ist das ein Grund den Arbeitsvertrag zu kündigen. Artikelbewertungen: 5 3.8 / 5 1 5

Kommentare

  1. Heidi Studeny

    Was ist mit denen die nur vorgeben gemopt worden zu sein damit sie keine Sperre beim Amt bekommen und so ihr Geld weiterhin gezahlt bekommen irgendwie muss man das doch beweisen das man gemopt wird könnte ja jeder behaupten!!!!

  2. Jenny

    hallo
    Ich wrde von meinem Kollegen fertig gemacht und bin schon so seit das ich den job kündige.
    Ich habe nur ein Problem ich habe 3 Monate Kündigung Frist die halte ich aber nicht noch aus.
    Meine Frage ist kann ich des wegen die Kündigung Frist um gehen?

    1. Wolfi

      Hallo Jenny,

      sollte ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber keine Wirkung bei Ihren Kollegen und ihrem Verhalten haben, empfehle ich Ihnen den Weg zum Arzt. Laut den Angaben anderer Betroffener kann dieser eine Empfehlung ausstellen, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Damit soll auch die 12 wöchige Sperre beim Arbeitsamt nichtig sein.

      Viele Grüße
      Ihr meine-kuendigung.de Team

  3. Daniel

    Hallo

    Ich werde zur zeit dermaßen vom chef gemobbt…bin dann zum arzt weil nix mehr ging. Bin dort zusammen gebrochen.
    Er stellt mir was aus damit ich fristlos kündigen kann und ohne Sperre beim amt. Weil es aus ärztlicher sicht nicht mehr geht.

    Also wer gemobbt wird sollte sich ein arzt dazu holen.

  4. Petra

    Betreff Kündigung wegen bobbing !
    Mein ist Petra Lärm ,
    Hallo wie kann ich bei Arbeitsamt schreiben wegen bobbing ich weiß nicht wie ich das schreiben kann ich habe selber gekündigt wegen bobbing möchte keine Spree haben ich war auch bei mein Hausarzt gewesen
    Lg Petra

  5. Annika

    Hallo,
    mir fehlt im letzten Abschnitt die Ergänzung zum Anspruch auf Arbeitslosengeld bei Eigenkündigung aufgrund von Mobbing, dass man natürlich einen wichtigen Grund nachweisen muss. In dem Fall das Mobbing. Dies gestaltet sich in der Praxis äußerst schwierig, so dass es doch vermehrt zu Sperrzeiten von 12 Wochen und zu einer Minderung der Anspruchsdauer kommt. Hier ist eine Kündigung auf ärztlichen Rat sinnvoller!

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